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Transport und Speicherung

Erdgas kann durch technische Verfahren auch in andere Aggregatzustände versetzt werden, die einen Transport ohne Pipelines ermöglichen. Alle Verfahren dienen allerdings dazu, das Volumen zu verringern. Das Gas wird dann entweder in Tanks für den industriellen oder privaten Endverbraucher abgefüllt oder auf riesigen speziell konstruierten Kraftfahrzeugen, Zügen oder sogar Tankerschiffen transportiert.

Das einfachste und daher auch gängigste Verfahren zur transportfähigen Speicherung ist die Komprimierung des Erdgases zu so genanntem CNG (eng.: Compressed Natural Gas, zu deutsch: komprimiertes Naturgas), wobei das Gas schlicht in einem Druckbehälter komprimiert wird. Ein sehr einfaches Beispiel ist etwa ein Feuerzeug oder eine Dose Nachfüllgas.

Die Methode, das Erdgas zu sogenanntem LNG (eng.: Liquefied Natural Gas, zu deutsch: verflüssigtes Naturgas) zu verflüssigen ist schon etwas aufwändiger. Dabei wird das Gas durch die Kompression und/oder Kühlung verflüssigt. Dieser Prozess wird als GtL bezeichnet (engl.: Gas-to-Liquids, zu deutsch: Gas zu Flüssigkeit) und ist vor allem für den Transport über lange Wege in Pipelines notwendig.

Transport von Erdgas durch Gaspipelines

Beim Transport über Pipelines ergaben sich zu Anfang der Forschung auf diesem Gebiet, dass das Gas unter hohem Druck durch die Rohrleitungen gepumpt werden muss, damit es mehrere hundert oder tausend Kilometer weit transportiert werden kann. Dabei entsteht Reibungshitze, welche in den Pionierzeiten der Gasbeförderung so manche Teststrecke in Flammen aufgehen ließ.

Um dies zu vermeiden sind moderne Anlagen in regelmäßigen Abständen mit Ansaug-Pump-Stationen ausgestattet. So wird das Gas heute bei relativ geringem, aber konstantem und ausreichendem Druck durch die Pipelines gepumpt. Gleichzeitig ist das Gas in einem verflüssigten Zustand versetzt, was in erster Linie durch eine extreme Kühlung und Kompression erreicht wird. Dabei ist es mit minus 161 Grad Celsius von der Zündtemperatur von 600 Grad Celsius weit entfernt, die Gefahr einer Entzündung durch Reibung also weitestgehend eingedämmt. Als dritte Sicherheitsstufe wird das Gas von einem nichtbrennbaren Transportgas umschlossen, um die mögliche Reibungshitze weiter zu reduzieren. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Edelgas wie etwa Helium oder Xenon. Darüber hinaus werden große Pipelines in der Regel durch weitgehend unbewohntes Gebiet geführt, um die Gefahr von menschlichen Opfern bei Unfällen möglichst gering zu halten.

Das Gas kann in verschiedenen Aggregatzuständen weitestgehend risikofrei gelagert werden. So sichert die Bundesregierung die sichere Versorgung mit Energie in Deutschland mit einer Kapazität von rund 18,6 Milliarden Kubikmetern. Das scheint auf den ersten Blick recht viel zu sein, reicht aber de facto lediglich für knappe vier Wochen des gesamten Energiebedarfs in Deutschland. Spätestens seit dem kalten Winter 2006, als der Machtpoker zwischen Russland und der Ukraine die Gaslieferungen nach Westeuropa versiegen ließ, wurde die Abhängigkeit von ausländischen Energie-Importen deutlich. Daher will die Bundesregierung auch weiter in Gasspeicher investieren.

Dabei handelt es sich in der Regel um unterirdische Gasspeicher, die dem selben Bauprinzip von überirdischen folgen, aber den großen Vorteil bieten, dass man auch Großanlagen flächensparend anlegen kann und so die kurzen Transportwege zwischen den Ebenen nutzen kann. Außerdem werden so die optisch wenig reizvollen Industrieobjekte kaschiert und die zusätzliche Schutzschicht aus Tonnen von Erde soll eventuelle Unfälle wie beispielsweise einen explodierenden Tank in den Ausmaßen möglichst eindämmen.

Die Gasspeicher für den privaten Gebrauch folgen übrigens denselben Sicherheitsmaßnahmen und gesetzlichen Regelungen wie die "großen Brüder" in den industriellen Anlagen, ganz gleich, ob es sich dabei um eine Gasflasche fürs Camping oder die Gasspeicher für ganze Haushalte handelt. Unter anderem müssen sie einem Druck von mindestens 600 bar standhalten, was etwa dem Aufprall bei einem Flugzeugabsturz gleichkommt. Die Gasspeicher für private Haushalte sind übrigens in der Regel aus Kostengründen überirdisch angelegt um den freien Zugang für Lieferanten zu gewährleisten. Darüber hinaus ist besonders in urbanen Gebieten ein weit verzweigtes Gasnetzwerk nicht unüblich. So wird in Deutschland jeder zweite Haushalt mit Gas beheizt.

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